Eine der wenigen Rangerinnen

Das „Gesicht“ der Uganda Wildliefe Authority (UWA), die die Aufsicht über die Parks in Uganda hat, sind die Ranger. Mit ihnen kann man kundig geführt durch den Park fahren oder wandern, sie führen die Besucher*innen zu Gorillas und Schimpansen oder Baumlöwen.
Auffällig ist, dass Sie über ein sehr großes Wissen verfügen, gut englisch sprechen (besser als ich) und ihrem Beruf mit viel Liebe nachgehen.
Dabei ist ihr Verdienst gering und ihre Ausbildung hart. Von ca. 700 Bewerber*innen dürfen 200 Frauen sein. „Ugandian women are not so strong than german women“, meint der Ranger, der mit uns im Auto unterwegs ist – mit Blick auf uns.
Wir sehen immer mal wieder Frauen als Guides, meistens aber überwachen sie die Parkeingänge.
Alle müssen einen Marathon bewältigen. Die Erfolgreichen absolvieren dann eine 7monatige „militärische Ausbildung“, lernen Englisch, den richtigen Umgang mit Tourist*innen, und durchlaufen anschließend unterschiedliche Stationen in den Parks des Landes.
Ihr Berufsalltag: Sie arbeiten 4 Tage, z.B. um Gruppen zu den Gorillas zu führen, den Rest der Woche werden sie als Guide bei Wanderungen, Vogelbeobachtung oder in der Administration eingesetzt. Natürlich arbeiten sie auch am Wochenende. Ihnen zustehende freie Tage sammeln sie meistens für einen längeren „Heimurlaub“ an, denn oftmals wohnen die Familien weit weg vom Einsatzort.
Das Gros der „Kundschaft“ im Bwindi-Park kommt aus den Vereinigten Staaten. Es folgen gleich darauf die deutschen Tourist*innen. Auf dem Vormarsch sind die Chinesen, über die unser Ranger wenig Schmeichelhaftes erzählt. Sie hielten sich nicht an Regeln, wollten die Gorillas am liebsten berühren und seien überhaupt nicht „gut erzogen“.